Endlich ist es so weit, Anzug und Krawatte werden in den
Schrank gehängt, die Surfsachen ausgepackt und zuerst einmal kräftig entstaubt
bevor sie in den Koffer wandern, es geht zum wiederholten Male nach Fuerteventura.

Vorausgegangen ist das jährliche Buchungsritual: Zeige mir
alle Sommerreviere für Fortgeschrittene: Ergebnis ist eine tolle Auswahl mit - unter
anderem - Karibik, Griechenland, Ägypten, Kanarischen Inseln. Wo hat es bei
hoher Wahrscheinlichkeit mehr als 6 Bft, denn ich habe keine Lust bei 4 Bft herum zu dümpeln? Liste reduziert sich
auf Karpathos, Kanarischen Inseln. Sandstrand, kindergerecht und besseres Hotel
in unmittelbarer Nähe? Okay, wir buchen wie jedes Jahr über http://www.sunandfun.de/ bei Rene Egli, trotz all
der Nachteile dort.
Allgemeines
Es ist schon amüsant welche unterschiedlichen Bewertungen
der Spot in diversen Foren oder Bewertungsportalen bekommt. Die einen sagen, es
sei kaum Wind für ein angeblich so windsicheres Revier oder man beschwert sich
über die Schulung, das Hotel, das Preisniveau. Nach 15 Jahren mehr oder minder
regelmäßigem Besuch kristallisiert sich zwischen diesen Aussagen aber ein
Muster für mich.
Der mit Abstand wichtigste Grund dort hinzufahren ist die
Windausbeute. Der Passat weht über die Insel und wird, wie auf der Homepage des
Surfcenters beschrieben, durch zwei Berge gepresst und verstärkt sich damit
noch weiter. Das sieht man auch sehr schön wenn man mit dem Auto in der Gegend
herumfährt, es kann in 5km Entfernung ein laues Lüftchen wehen, in der Playa
Barca hat man 5-6 Bft. Aber der Passat wandert mit der Jahreszeit, im
Juni und Juli hat man praktisch jeden Tag 6 Bft oder mehr, vielleicht erst ab
13:00Uhr aber immerhin, im August sind es "nur" noch 90% der Tage.
Und jeder der sich über zu wenig Wind beschwert war sicher im Winter dort, wenn
der Passatwind schon zu den Kap Verden gewandert ist.
Das ist ein Bild von einem eher heftigen Tag im Sommer, wenn man es anklickt um es zu vergrößern, sieht man wie der Sand fliegt. Bild ist unbearbeitet!
Das ist ein Bild von einem eher heftigen Tag im Sommer, wenn man es anklickt um es zu vergrößern, sieht man wie der Sand fliegt. Bild ist unbearbeitet!
Ein anderes Muss vor der Buchung ist die Tidentabelle
einzusehen. Für Schulung sollte man nur zu einer Zeit fahren in der die Flut
hoch steht und das auch Tagsüber. Denn dann hat man ein riesiges, überflutetes
Gebiet zum Surfen lernen/verbessern und vor allem für alle Kiter. Auch für die Kinder ist es großartig in diesem km² großen Bassin zu
spielen, welches selbst bei Springflut nur maximal Hüfttief ist. Für alle
anderen ist es ein Erlebnis, das man einmal gesehen haben sollte, ist aber nicht
von unmittelbarer praktischer Bedeutung. In diesem Zeitraffer Video sieht man wie die Flut von ganz hinten langsam kommt (Sekunde 15) und plötzlich alles überflutet ist.
Mietmaterial
Die Mietpreise für das Material sind extrem hoch, z.B. kosten 14
Tage bei Rene Egli 482.- EUR (Sport-Palette), in anderen Regionen wie Dahab, Gran Canaria,
Karpathos, Rhodos liegen die Preise alle ziemlich genau um 330.- EUR bei
gleichem oder besseren Material. Nur das ist nicht das Problem, die
Sportpalette umfasst nur sehr wenige kleine Bretter und die sind auch schnell
vergeben. Aber bei 8 Bft kann man mit einem 100l Brett in so einem Revier nicht
mehr vernünftig fahren, also wird man die Worldcup Palette buchen müssen, kostet dann schon 563.- EUR. Und der Vollständigkeit halber, die Premium Palette kostet 704.-EUR
und beinhaltet noch Slalomboards und Speedsegel, die dort aber nur bedingt Sinn
machen.
Die Qualität des Materials ist über jeden Zweifel erhaben,
nur die neusten Boards und Segel und meist auch in ausreichender Menge
vorhanden, zumindest im Center I. Das Material leidet zwar unter der Sonne und der starken
Beanspruchung und deswegen geht auch immer wieder einmal was kaputt, aber ohne
Versicherung bei Rene Egli selbst, sollte man so oder so nichts mieten. Auch
wenn der Reiseveranstalter bereits eine Materialversicherung inkludiert hat, es
geht mit Sicherheit etwas kaputt und bevor ich im Urlaub lange Formulare
ausfülle und Zeit und Nerven verschwende... also noch höhere Kosten.
Ankunft
Der 90 minütige Transfer vom Flughafen zum Melia Gorriones Hotel hat sich
im Laufe der Jahre immer weiter verbessert, die letzten Jahre fährt man mit
modernen, klimatisierten Reisebussen die hoffentlich nicht zu viele Stopps vor
dem eigentlichen Hotel machen. Das war früher anders aber nicht gerade besser. Eines
der Rätsel der Menschheit ist, warum keiner Probleme bei der Ankunft hat, bei
der Rückreise aber viele im Bus über Übelkeit klagen. Das Geschaukel in
Kombination mit der Umstellung auf das hiesige Essen? Zu viel Salzwasser die 2
Wochen Windsurfen geschluckt weil die Halse noch immer nicht klappt? Egal, als Eltern kennt man das und ist darauf eingerichtet.
Dort angekommen ist der erste Schritt noch schnell in das
Surfbüro zu gehen um die notwendigen Formalitäten zu erledigen, etwa die
Vertragsbedingungen unterschreiben, und zu sagen ob man das Fix-Board im Center I
oder Center II haben möchte. Wenn man das noch am Tag davor schafft, hat man
gleich von Anfang an weniger Probleme und muss nicht am ersten Tag mit einem
anderen, noch freiem, Board fahren und kann auch gleich zum Center gehen. Ich
wähle gerne ein Board um die 80l, denn größere gibt es meist noch aber die
kleinen Boards sind schnell weg. Auch wer bisher nur 100l große Boards gefahren ist, dem empfehle ich - Augen zu und durch - ein kleines Board nehmen, das ist viel einfach in der Handhabung.
Rene Egli Center II
Die Frage nach dem Center ist auch wieder so eine grundlegende
Entscheidung. Eigentlich würde mir das Center II besser gefallen. Es hat eine
gleichmäßige Welle die sehr schön bricht, man kann oftmals direkt am Strand
entlang fahren und das bei nur 1cm hohen Wellen. Also zum Speedfahren und für Welle
eigentlich viel besser geeignet als das Center I. Nur wo sind die Speedsegel? Richtig geraten,
alle ausnahmslos im Center I. Das liegt daran dass im Center II kein Platz für
zusätzliche Segel ist und man dem Schulungsmaterial natürlich den Vortritt gibt. Die
Segelhalle vergrößern würde man ja gerne, wenn man denn nur aus Naturschutzgründen dürfte.
Auch die anderen Nachteile können einem dieses Center
vermiesen, die Shuttles fahren nicht so oft und man ist von den festen Abfahrtszeiten
abhängig; es gibt dort zwar Liegen aber keinen Schatten. Keine Duschen und im
Bus sollte man natürlich nicht mit nasser Kleidung sitzen. Die Segel der
aktuell angemessenen Größe sind schnell mal vergeben. Und der Wind schwankt ab der Surf Station stark, fällt gerne für eine Minute auf 2Bft
herunter. Im unteren Bild sieht man das rote Rechteck, das markiert den Bereich ohne Wind (zum vergrößern anklicken).
Daher lautet meine persönliche Empfehlung, sich das Center
II frühzeitig einmal anzusehen, den 4km Spaziergang vom Center zum Hotel
mindestens einmal zu machen und sich einfach selbst ein Bild machen.
Rene Egli Center I
Bleibt das Center I, das Center vor dem der Kite- und
Windsurfworldcup ausgetragen wird, die Sotavento Düse den Wind nochmals stärker
beschleunigt, hunderte von Boards liegen und man in 5 Minuten zu Fuß im Melia
Gorriones Hotel ist. Auch hierüber wurden schon die unterschiedlichsten
Aussagen gemacht, oftmals komplett Widersprüchliche.
Ein Teil der Erklärung ergibt sich aus der Windrichtung.
Normalerweise hat man reinen Nordwind, der aber an einigen wenigen Tagen im
Monat sogar aus NW Richtung kommen kann. In diesem Bild habe ich die GPS Daten von einem typischen Tag eingeblendet - zum vergrößern bitte anklicken.
Der Nordwind ist im Sommer sehr stark, kann bis zu 9Bft
erreichen weil er durch die Düse in der Costa Calma verstärkt wird.
Als dort
früher noch nicht viele Hotels gestanden sind, waren das wunderbare
Bedingungen, heute ist es so dass man die ersten 50m vom Ufer weg kaum genug
Wind zum Fahren hat. Weiter nach Norden in Richtung Costa Calma kreuzen macht
auch keinen Sinn, dort wird es durch eine hohe Klippe und mehrere große Hotels
nur schlimmer. In den Süden darf man nicht ausweichen, auch wenn dort bessere
Bedingungen herrschen würden, denn dort ist die Kite Zone, welche aus
Sicherheitsgründen gar nicht befahren werden darf.
Weiter draußen auf dem Meer hat sich der der Wind sehr gut beruhigt, man darf aber nicht zu weit hinaus fahren, denn sonst sieht einen der Ausguck nicht mehr. Es heißt, nur im hellen Bereich darf gesurft werden. Heuer hat man zwei Bojen weiter draußen angebracht um die Grenze zu markieren. Wird diese deutlich überschritten, rast der Jetski heran und schreit einem in Spanisch etwas zu was wahrscheinlich so viel wie "das war zu weit" bedeuten sollte. Wiederholt sich das, ist man das Material für den Tag los. Das Ergebnis ist also dass sich 50 Surfer ein 1km langes und paar hundert Meter breites Gebiet teilen. Nicht schön aber machbar.
Auf diesem Bild kann man die Situation in etwa erahnen, links die Surfer, rechts die Kiter, nahe am Ufer ist keiner im Gleiten - weder heraus noch hinein.
Wellen am Center I
Am
anspruchsvollsten sind bei diesen Bedingungen die Wellen. Abhängig von der Großwetterlage rollen vom Atlantik her 1m, an wenigen Tagen auch mal 2m hohe Wellen, ans Ufer. Diese sind
überlagert von 75cm hohen Wellen die der Wind innerhalb der 3km Länge aus Richtung
der Costa Calma aufbauen konnte. Und dann kommen noch die kleinen Wellen vom
Center I dazu. Das ganze überlagert sich zu einem "interessanten"
Interferenzmuster, teilweise hat man das Gefühl senkrecht aus 1,5m Höhe
herunter zu fallen. Kleine Bretter und vorausschauendes Slalom fahren rund um die schlimmsten Wellen-Berge und Täler hilft,
trotzdem kostet das Surfen uns Normalsterblichen bei diesen Bedingungen sehr
viel Kraft und auch Verletzungen sind nichts ungewöhnliches. Auf diesem Bild habe ich die beiden Berge der Sotavento Düse sowie die verschiedenen Wellenrichtungen eingezeichnet; in der Mitte ist das Hotel und das Center I.
Center I bei NW Wind
Am
schönsten wie auch am seltensten war der Wind aus NW Richtung, also streng
ablandig. Ich kann mich an Tage erinnern, da sind wir alle den Strand entlang
geheizt, vom Center I bis zwei km
weiter nach unten zum Speedstrip. Direkt unter dem Center I kam nochmals kurz die
Windabdeckung vom Gorriones Hotel und ab dann war man in dem Gebiet in dem
schon Speed Weltrekorde aufgestellt wurden. Dort ist, was man eigentlich mit
der Sotavento Düse meint, das Tal zwischen den beiden Bergen (in obiger Karte als
Berg 1 und Berg 2 bezeichnet), völlig ungestört von irgend welchen Häusern oder
Bäumen wird der Passatwind dort hindurchgepresst und legt nochmals um 2 Windstärken zu. Aber vor allem ist er dort recht Konstant. Das folgende Bild ist von der Hauptstrasse aus aufgenommen und zeigt die beiden Berge links und rechts sowie das lange, sanfte Tal der Düse. Das Center I und das Hotel verstecken sich hinter dem einen Berg, Center II hinter dem Anderen.
Um die Unterschiede in der Windstärke zu zeigen habe ich vom
Hotel aus zwei Aufnahmen innerhalb von zwei Minuten gemacht, einmal das Center
I - kaum Schaumkronen - und einmal das Meer in der Sotavento Düse. Das sieht doch wie zwei verschiedene Reviere an
unterschiedlichen Tagen aus, oder? Es sind aber wiklich nur wenige Minuten unterschied zwischen den Aufnahmen.
Wie
gesagt, früher war diese Windrichtung großartig. Heute ist diese Windrichtung wegen der Kite Zone und
den zusätzlichen Hotels der Costa Calma eine Katastrophe. Richtung Norden kommt
nach 500m die bereits erwähnte Steilküste mit Hotels und der Wind läßt stark
nach. Nahe am Ufer ist auch stark böiger Wind, das ganze los fahren wird also
noch ärgerlicher und in die Kite Zone darf man nicht. Die einzige Chance wäre
sich vom Ufer zu entfernen, nur die Kiter haben das gleiche Problem, einen viel
zu engen Bereich am Ufer entlang. Als Ergebnis müssen also die Surfer in der
Nähe des Ufers bleiben und die Kiter fahren parallel dazu dahinter. Furchtbar. Man könnte
den Eindruck gewinnen, seit Rene Egli selbst mit dem Kite unterwegs ist, wurden
das Surfrevier stark beschnitten.
Bis
zu einem gewissen Grad kann man diese Einschränkungen verstehen. Das Gebiet ist
groß und muß wegen der rauen Bedingungen überwacht werden - also weit hinaus
fahren geht nicht. Eine Horde Windsurfer durch die Kiter mit ihren langen
Schnüren rasen sehen, inklusive Anfängern, lädt auch zu Problemen ein - um es
vorsichtig auszudrücken. Die Surf und Kite Zone auszutauschen möchte man auch
nicht, denn wenn ein Kiter abtreibt würde er unweigerlich mit den Schnüren den
Surfern den Weg abschneiden.
So
weit so verständlich, nur die Realität ist komplizierter. Bei sehr starkem Wind
sind kaum Kiter unterwegs, speziell am späteren Nachmittag sind es dann oft nur
noch 5 Personen. Und das sind keine Anfänger sondern Profis. Die Surfer wissen
inzwischen um die Geometrie der Kiter und wie viel Platz sie jeweils brauchen
sodass man sich arrangieren kann. Und gerade bei NNW Wind kann man zwar
Raumschots den Strand entlang herunter fahren, das hinauffahren ist
schwierig bzw. eine Frage des Materials – mit Camber Speedsegel machbar, sonst
sehr mühsam. Die Folge daraus ist, dass es nur sehr wenige Leute machen, wie die vergangenen Jahre mir gezeigt haben.
Heuer
hatte ich Glück und es war an einem Tag so ein Wind bei gemütlichen 6-7Bft. Den
ganzen Tag war an Speedfahren nicht zu denken, da man keine Chance hatte, bei
den Kitern sicher und ohne andere zu stören durch zu kommen. Um 15:00 Uhr dann
auf das 6.2 MK Slalom und 90l iSonic gewechselt, denn in der Kite Zone waren
nur noch zwei Personen und die sind weiter weg vom Ufer gefahren. Zwei Schläge
mit jeweils 60km/h konnte ich machen, dann kam der Jetski, und hat darauf
bestanden, dass ich mit Material ans Ufer gezogen werde. Dort wurde freundlich
aber bestimmt gesagt - Kite Zone ist ein No-Go Bereich. Argumentation war die
übliche: Man stört die Kiter, das würden dann alle machen, aus
Sicherheitsgründen, Du hast die Mietbedingungen unterschrieben.
Nicht
einmal eine Verwarnung bekommen sondern musste für den Rest des Tages das Material abgeben. Na ja, es war auch frech von mir, das gebe ich
zu. Also probiert es selbst nicht auch aus.
Hier das Bild mit den GPS Daten von diesem Tag.
Übrigens, wenn man Beschwerden über die Freundlichkeit und Hilfbereitschaft des Teams liest, das war früher wirklich mitunter schlimm, die letzten 4 Jahre gibt es keinen Grund mehr zu Beanstandungen, bis auf die normalen Ausnahmen die man überall hat und eigentlich nicht der Rede wert sind.
Zusammengefasst
kann man also über diese Windrichtung sagen, es ist die Hölle. Man ist 500m vom
perfekten Spot entfernt und darf mit Mietmaterial nicht hinfahren. Die angereisten
Surfprofis und Leute mit eigenem Material umfahren die Kitezone und treiben
sich dann den ganzen Tag bei perfekten Bedingungen in der echten Sotavento-Düse
herum, mitunter fahren sie die 4km bis zum Center II. Zum heulen.
Hier
ein Bild aus der glorreichen Vergangenheit, direkt am Speedstrip und ein Video das ich auf Youtube gefunden habe.
Am ärgerlichsten ist, dass es dafür Lösungen geben würde,
wenn man denn möchte. Es würde schon genügen weniger dogmatisch zu sein. Oder
wie wäre es bezahlte Surf-Safaris anzubieten wo eine ganze Gruppe die Strecke
unter Aufsicht zurücklegt? Oder man kann nicht nur das Wunschboard sondern auch das Speedsegel für einen Tag im Center II haben? Irgendetwas davon.
Actionfotos
Eine andere Sache die ich an den beiden Centern sehr schätze, sind die Profi-Fotografen jeweils. Es gibt kaum eine andere Möglichkeit, so tolle Bilder und in so großer Auswahl von sich zu bekommen, wie dort. Am Center I schwimmt Roger von www.spot-shot.com sogar mit der großen Kamera hinaus um Bilder von ganz nah und in voller Action zu schießen, in einer Qualität bei der man jedem einzelnen Bild ansieht, es wurde von jemandem gemacht der Windsurfen kann/versteht und das Fotografieren gelernt hat.
Im Center II ist ein anderer Fotograf am Werk, da man dort praktisch am Strand entlang fährt, hat er es wesentlich leichter einen formatfüllend zu bekommen, dafür fehlt aber das Gefühl der Wildheit der Elemente. Aber die Bilder haben eine Ästhetik, einmalig.
In beiden Fällen stellt man sich am Ende des ersten Tages kurz vor sodass der Fotograf weiss wie man in der Surfkleidung aussieht, er sortiert dann die Bilder vom ersten Tag in einen eigenen Order am Computer und fügt jeden Tag alleine die gemachten Bilder hinzu. Am Ende bekommt man eine CD mit 80(?) Bilder für 14 Tage, eines besser als das andere.
Auch wenn man selbst sich nur mühsam auf dem Brett halten kann, geschweige denn radikale Manöver fährt, die Bilder sind großartig.
Actionfotos
Eine andere Sache die ich an den beiden Centern sehr schätze, sind die Profi-Fotografen jeweils. Es gibt kaum eine andere Möglichkeit, so tolle Bilder und in so großer Auswahl von sich zu bekommen, wie dort. Am Center I schwimmt Roger von www.spot-shot.com sogar mit der großen Kamera hinaus um Bilder von ganz nah und in voller Action zu schießen, in einer Qualität bei der man jedem einzelnen Bild ansieht, es wurde von jemandem gemacht der Windsurfen kann/versteht und das Fotografieren gelernt hat.
Im Center II ist ein anderer Fotograf am Werk, da man dort praktisch am Strand entlang fährt, hat er es wesentlich leichter einen formatfüllend zu bekommen, dafür fehlt aber das Gefühl der Wildheit der Elemente. Aber die Bilder haben eine Ästhetik, einmalig.
In beiden Fällen stellt man sich am Ende des ersten Tages kurz vor sodass der Fotograf weiss wie man in der Surfkleidung aussieht, er sortiert dann die Bilder vom ersten Tag in einen eigenen Order am Computer und fügt jeden Tag alleine die gemachten Bilder hinzu. Am Ende bekommt man eine CD mit 80(?) Bilder für 14 Tage, eines besser als das andere.
Auch wenn man selbst sich nur mühsam auf dem Brett halten kann, geschweige denn radikale Manöver fährt, die Bilder sind großartig.
Andere Aktivitäten
Eine sehr gute Sache sind die Standup Paddling Boards. Bei
Wind kann man damit sowieso nicht fahren, aber es kommt doch vor, dass an einem
Tag schlicht überhaupt kein Wind ist. Das Meer ist an solchen Tagen absolut
flach, maximal kommt eine Atlantikwelle herein. Dann konnte man früher nur warten und
sich langweilen. Oder heute eben mit den SUP Boards die Zeit vertreiben, ein riesiger Spass auch mit Kindern.
Für die nicht-Surfer wie meinem 9 jährigen Sohn gibt es auch
so einige Dinge die ihm sehr gut gefallen haben.
Zuerst einmal bietet sich ein Surfkurs an, oder? Die finden
alle im Center II statt und wie schon gesagt, dort gibt es keinen Schatten.
Würde sich jemand in die südliche Sahara den ganzen Tag zum bräunen legen?
Unwahrscheinlich, die Sonneneinstrahlung in Fuerte ist gleich hoch. Also wird
man mit dem Kind dort hinfahren und nach dem Kurs sofort wieder zurückkommen.
Hoffentlich ist noch ein Erwachsener Nicht-Surfer dabei, sonst wird das nervig.
Die Kurse sind nett, der auch in der Lagune mitunter starke Wind macht das
Lernen nicht einfach, aber man ist darauf eingestellt. Die einzige Beanstandung
die ich gehört habe und auch bestätigen kann ist, dass zu viel Kurszeit mit
organisatorischen Dingen verschwendet wird, die man mit bezahlt. Am ersten Tag 30 Minuten von zwei Stunden damit verbringen jedem Teilnehmer einen Lehrer zuzuordnen?
Ein anderes Muss für die Kinder ist in den Wellen zu
schwimmen und tauchen. Dazu wird man sinnvollerweise weit oberhalb des Center I
ins Wasser gehen. Als Surfer sieht man Schwimmer mitunter nur sehr schlecht
oder spät, mit der Finne überfahren zu werden klingt nicht angenehm, für beide Parteien. Also eher
weiter weg. Man muss aber gut aufpassen, die Wellenströmung zieht einen binnen
kürzester Zeit wieder in den Surfbereich.
Was wir erst letztes Jahr entdeckt haben ist der Durchbruch
der Sandbank vor dem Hotel. Wenn die Flut abrinnt, bildet sich dort eine recht
starke Strömung von der man sich auf einer Luftmatratze oder einem Bodyboard
ziehen lassen kann. Ist nicht gefährlich weil die Wellen verhindern dass man
ins Meer gezogen wird und das Wasser auch nicht tief ist, und es macht riesig
Spaß.
Heuer hat Söhnchen im Hotel einen Kurs für Gerätetauchen besucht,
der ihm ebenfalls sehr gut gefallen hat. Nicht gerade billig aber persönliche
Betreuung und Überwachung kostet auch der Tauchschule Geld, insofern angemessen.
Ansonsten gibt es noch Angebote der Reiseveranstalter. Der
Oasispark bekommt immer gute Kritiken, mein Sohn(!) wollte in diesen Tierpark
zwei Mal. Und die Fahrt mit dem Unterseeboot SubCat hat ihm auch gut gefallen.
Buchung
Buchen kann man das Hotel über jeden Reiseveranstalter, das Mietmaterial und Kurse auch online auf der Webseite www.rene-egli.com. Gerade bei Kursen unbedingt eine Rückbestätigung anfordern, um etwas in der Hand zu haben. Ich persönlich buche ausnahmslos über www.sunandfun.de, einfach weil es die meisten Vorteile hat. Man bekommt das günstigste Angebot, wenn ein anderer Reiseveranstalter wie Neckermann billigere Angebote hat als die eigenen, wird einfach deren Reise für einen gebucht. Man hat alles aus einer Hand und gute Betreuung. Am wichtigsten für mich ist aber die Reiseleitung, die von Sun and Fun dort exklusiv für deren Gäste zur Verfügung steht, direkt am Hotel und in der Surfstation. Von anderen Vorteilen wie Ausflüge, Standup Paddling Boards gratis usw gar nicht gesprochen.
Buchung
Buchen kann man das Hotel über jeden Reiseveranstalter, das Mietmaterial und Kurse auch online auf der Webseite www.rene-egli.com. Gerade bei Kursen unbedingt eine Rückbestätigung anfordern, um etwas in der Hand zu haben. Ich persönlich buche ausnahmslos über www.sunandfun.de, einfach weil es die meisten Vorteile hat. Man bekommt das günstigste Angebot, wenn ein anderer Reiseveranstalter wie Neckermann billigere Angebote hat als die eigenen, wird einfach deren Reise für einen gebucht. Man hat alles aus einer Hand und gute Betreuung. Am wichtigsten für mich ist aber die Reiseleitung, die von Sun and Fun dort exklusiv für deren Gäste zur Verfügung steht, direkt am Hotel und in der Surfstation. Von anderen Vorteilen wie Ausflüge, Standup Paddling Boards gratis usw gar nicht gesprochen.
Und so sitze ich jetzt vor dem Computer, ein paar Monate
nach diesen Erlebnissen, und gebe im Browser ein: Zeige mir alle Sommerreviere für
Fortgeschrittene die...
Mehr Fotos inklusive sehr großer Panoramaaufnahmen hier















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